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Karrierewege für Postdocs

Nach der Promotion stehen Ihnen mehrere Berufswege offen: eine Karriere in der Wissenschaft, im Wissenschaftsmanagement, in der Wirtschaft oder an Bildungseinrichtungen. Überlegen Sie sich vor Abschluss Ihrer Promotion, welchen Weg Sie präferieren, und nutzen Sie entsprechende Coaching- und Weiterbildungsangebote, die zum Beispiel an allen Pädagogischen Hochschulen, von der Graduiertenakademie (graph) oder von externen Anbietern angeboten werden. Entwickeln Sie parallel dazu einen Alternativplan, falls sich Ihre Wunschoption nicht erfüllt. Zudem fallen die entscheidenden Karrierejahre typischerweise zusammen mit der Familiengründungsphase, so dass Sie auch frühzeitig private Regelungen treffen sollten, wie Sie Familie und Beruf vereinbaren können. Das Forschungsreferat der PH SG sowie das Büro für Gleichstellung unterstützen Sie gerne bei Ihrer Karriereplanung und können Sie individuell beraten. Zudem können Sie sich auch online auf verschiedenen Karriereportalen über das Thema Postdocs informieren (Auswahl):


Darüber hinaus gibt es weitere Unterstützungsangeboten für promovierte Wissenschaftler_innen: So bietet beispielsweise der Deutsche Hochschulverband (DHV) verschiedene Seminare rund um das Thema Karriereplanung, Bewerbungstraining und Forschungsförderung an. Die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Baden-Württembergs (LaKoG) fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen mit verschiedenen Veranstaltungsangeboten, u.a. Mentoring oder Coachings zum Berufungsverfahren.

Die Zeit als Postdoc kann Ihnen somit die Möglichkeit der Qualifizierungsphase bieten, sofern Sie sich für eine wissenschaftliche Karriere mit dem Ziel Professur entschieden haben. In diesem Karriereabschnitt wird der Qualifizierungsanteil nach und nach durch eine eigenständige wissenschaftliche Tätigkeit abgelöst. Die Arbeit an einem Habilitationsprojekt oder an habilitationsadäquaten Leistungen rückt ins Zentrum. Hilfreich ist es, wenn Sie an Ihrer Hochschule oder zumindest in der Scientific Community eine_n Mentor_in haben, der/die Sie in Ihren Entwicklungsschritten begleitet und Ihnen als Ansprechpartner_in zur Verfügung steht.

Für die Erlangung der Berufungsfähigkeit gibt es viele Teilbereiche, die das Aufgabenspektrum einer Professur in den Kontexten Forschung, Lehre und Management ausmachen und in denen im Idealfall entsprechende Erfahrungen gesammelt werden bzw. vorliegen sollten. Das sog. akademische Karriereportfolio von Mirjam Müller (2014) stellt die verschiedenen Erfahrungs- und Kompetenzbereiche dar.

Je nach Fach und Denomination einer Professur spielen die im Karriereportfolio genannten Bereiche eine unterschiedliche Relevanz.

Der Nachweis der geforderten zusätzlichen wissenschaftlichen Leistung kann über verschiedene Wege erreicht werden. Außer der Habilitation bietet die Juniorprofessur eine interessante Option.