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Antrag schreiben

Beim Aufbau Ihres Antrags sollten Sie sich an der Beantwortung der W-Fragen orientieren:

  • Was? Ziel Ihres Projekts
  • Warum? Problemstellung mit Forschungsstand
  • Wie? Methoden und Vorgehensweise
  • Wer? Eigene Vorarbeiten und Kompetenzen
  • Wann? Arbeits- und Zeitplan, Meilensteine
  • Womit? Finanzplan
  • Bei Wem? Interesse des Fördermittelgebers 

Im Rektoratsportal finden Sie zahlreiche Unterstützungstools, Vorlagen, Muster sowie Textbausteine für Anträge.

Musterdeckblatt für Anträge
• Basis Gliederungsstruktur für Anträge
• Textbausteine in Deutsch und Englisch zu den Bereichen (Darstellung/Profil der Hochschule, Genderthematik bzw. Gleichstellung, familienfreundliche Hochschule etc.)
Berechnungstool für Drittmittelanträge: mit Kostenübersicht für Kalkulationen, Berechnungshilfe und Vorlage für einen Finanzplan
Kalkulationsschema für Forschungsprojekte und Dienstleistungen im Rahmen der Trennungsrechnung
• Vorlage: Zeit- und Arbeitspaketplanung mit Meilensteinen
• Vorlage: Letter of Intent

Sie sollten in jedem Fall die Vorgaben der fördermittelgebenden Institution beachten. So sind in Ausschreibungen oft eine Gliederungsstruktur (mit Seitenanzahl- sowie Formatierungsvorgaben) oder Hinweise zur Gestaltung des Deckblattes enthalten. Falls keine Vorgaben vorhanden sind, können Sie sich an den DFG-Vorgaben orientieren.

Gerne können Sie sich an unserem Musterdeckblatt für Anträge orientieren. Hier finden Sie auch Beispiele für ein Deckblatt und eine mögliche Gliederungsstruktur, sofern von der drittmittelgebenden Institution keine Vorgaben bekannt sind.

Bei der Antragsausarbeitung wird empfohlen, dass Sie sich möglichst frühzeitig mit dem Forschungsreferat in Verbindung setzen, so dass Überarbeitungshinweise gegeben werden können und hinreichend Zeit für Textanpassungen bis zur Antragsabgabe bleibt.

Die Genderschreibweise ist bei Anträgen ein wichtiges Thema. Das generische Maskulinum entspricht nicht mehr den Standards bei öffentlichen Einrichtungen. Zudem hat sich unsere Hochschule die Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit zum Ziel gesetzt. Bitte beachten Sie hierzu den Leitfaden „Geschlechtergerechte Sprache an der PH Schwäbisch Gmünd“ des Gleichstellungsbüros.

Neben der Darstellung der Ziele, der Problemstellung, des Forschungsstands und der Methoden ist die detaillierte Beschreibung des geplanten Vorgehens während des Antragszeitraums sehr wichtig. Dies geschieht mittels eines Arbeits- und Zeitplans. Bei der Erstellung dieses Plans sollten Sie überlegen, wie viele Mitarbeiter_innen benötigt werden und was deren Aufgaben sind. Sie sollten Arbeitsschritte oder -pakete definieren und die Dauer dieser einzelnen Pakete (welche parallel, welche nacheinander?) festlegen. Ihr Zeitplan sollte realistisch sein. Dazu können Sie gern Rücksprache mit dem Forschungsreferat halten. Denken Sie daran, Ihre Planung nicht nur grafisch darzustellen (siehe Beispiele), sondern auch im Antragstext auszuformulieren.

Neben dem Arbeits- und Zeitplan ist auch beim Finanzplan die Beratung durch das Forschungsreferat sinnvoll. Bei der Kostenberechnung sollten Sie die Vorgaben (maximale Fördersumme) der fördermittelgebenden Institution berücksichtigen. I.d.R. können Sie Kosten für Personal und Sachmittel in den Antrag mit aufnehmen. Bei Personalkosten gelten die Entgeltgruppen im TV-L oder die DFG-Personalmittelsätze. Für Sachmittel gilt, dass diese direkt für die Durchführung des Projektes notwendig sind.

Verschiedene Drittmittelgeber (u.a. DFG, BMBF, MWK) gewähren i.d.R. eine → Programmpauschale von derzeit 20%, die bei der Kalkulation zu berücksichtigen ist. Zudem wird von einigen Fördermittelgebern ein → Eigenanteil verlangt; dieser wird i.d.R. über die Personalkosten des festangestellten Personals abgedeckt. Mittel für eine → Grundausstattung können nicht beantragt werden.

Detaillierte Informationen zum Umgang mit → Overhead- oder Gemeinkosten in Projekten ohne Programmpauschale – wie beispielsweise bei der Auftragsforschung – finden Sie anhand des Informationsblatts Overhead, Programmpauschalen und Gemeinkosten.

Sie haben die Möglichkeit, Ihre Kostenberechnung im Forschungsreferat durchchecken zu lassen. Dabei wird überprüft, ob der Finanzplan realistisch kalkuliert wurde und ob Anpassungen notwendig sind. Ggf. werden auch steuerliche Aspekte bei der Prüfung berücksichtigt (z.B. Umsatzsteuer bei Auftragsforschung).

Im Rektoratsportal finden Sie zwei Exceltools, die für die Erstellung des Finanzplans herangezogen werden können: zum einen ein Berechnungstool für die Kalkulation und Aufstellung der Personal- und Sachmittel für ein Forschungsprojekt, zum anderen ein Kalkulationsschema für die Ermittlung von Kosten bei Forschungsprojekten (z.B. → Auftragsforschung) und Dienstleistung im Rahmen der Trennungsrechnung (hier mit Berücksichtigung von Zuschlägen wie → Gemeinkosten, Gewinn sowie → Umsatzsteuer).

Achtung: Druckkosten und Dienstleistungen der Mediengestaltung und der Hausdruckerei der PH SG können i.d.R. nicht über BMBF- oder DFG-Projekte abgerechnet werden, da die Rechnungen einen Gemeinkostenanteil enthalten, die von den Fördereinrichtungen nicht akzeptiert werden. Über die gewährten Projektpauschalen dieser Fördermittelgeber sind die Gemeinkosten der PH SG bereits abgedeckt. Druckaufträge sollten daher nach Möglichkeit an externe Dienstleister vergeben werden.